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Otto Lehmann GmbH: Der T-ZuG kommt!

Bei der Otto Lehmann GmbH wurde seit Monaten um den Abschluss eines Tarifvertrages zum Tariflichen Zusatzgeld (T-ZuG) gerungen. Der Einstieg ist jetzt geschafft, auf einer Mitgliederversammlung stimmten die Beteiligten für das Verhandlungsergebnis.

Anfangs liefen die Verhandlungen zäh. Doch mit Rückenwind aus der Belegschaft kam schließlich Bewegung in die Sache. Auf dem Tisch lag die Forderung der Metallerinnen und Metaller, den neuen Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie zur Einführung des Tariflichen Zusatzgeldes (T-ZuG) auch für die Lehmann-Belegschaft zu übernehmen. Dieser TV sieht ab 2019 eine jährliche Sonderzahlung von 27,5% eines Monatseinkommens vor. Beschäftigte in Schicht, mit Kindern bis zu 8 Jahren oder mit pflegebdürftigen Angehörigen können die Zahlung stattdessen auch in 8 freie Tage umwandeln.

In der Metall- und Elektroindustrie sichert der TV T-ZuG nach der Erhöhung der Entgelttabelle in 2018 den Beschäftigten auch in 2019 ein deutliches Plus in der Tasche. Und nicht nur das - die Wahloption auf mehr freie Tage bietet ganz neue Möglichkeiten, Beruf und Privatleben zu vereinbaren bzw. bei Schicht die Arbeitsbelastung zu senken. Logisch, dass die Beschäftigten bei Lehmann von diesem Tarifabschluss auch profitieren wollten, denn ansonsten wären sie in 2019 leer ausgegangen.

Obwohl anfangs die Einführung des T-ZuG gänzlich vom Arbeitgeber abgelehnt wurde, konnte jetzt ein Einstieg geschafft werden: zwar fällt dieser anfangs etwas niedriger aus, mit einem Stufenplan gelten dann aber ab 01. Januar 2024 die Entgelttabellen der Fläche und der T-ZUG in voller Höhe. Konkret: in 2019 wird es eine Sonderzahlung von 11,5% eines Monatseinkommens und eine Einmalzahlung von 50€ geben. Die Sonderzahlung steigt dann schrittweise an auf 27,5% ab 2022 bzw. 6 freie Tage, die Einmalzahlungen erhöhen sich bis 2023 auf 400€. Ab 2024 ist das Flächenniveau dann voll erreicht. Die Metallerinnen und Metaller bei Lehmann können stolz auf sich sein. Denn ein solches Ergebnis war nur möglich, weil sich die Belegschaft aktiv eingebracht hat!