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Staedtler: Tarifergebnis erreicht!

Beim Stiftehersteller Staedtler haben Metallerinnen und Metaller nach dem Verbandsaustritt des Unternehmens einen Haustarifvertrag durchgesetzt. Staedtler übernimmt damit den aktuellen Flächentarifvertrag der Schreib- und Zeichengeräteindustrie. Und die IG Metall setzte durch, noch etwas oben drauf zu legen.

Mit dem neuen Tarifvertrag haben die Beschäftigten endlich wieder Sicherheit. Der Verbandsaustritt des Unternehmens hatte Ängste geschürt, dass die Beschäftigten zukünftig verstärktem Wettbewerbsdruck ausgesetzt und die Löhne absinken könnten. Diese Sorge ist jetzt vom Tisch. Konkret vereinbart wurde:

Geld: Ab 1. Mai 2019 erhalten die Beschäftigten und Auszubildenden 3 Prozent mehr Geld, mindestens aber 75 Euro. Davon profitieren insbesondere die unteren Lohngruppen und Berufseinsteiger. Im nächsten Jahr steigen die Entgelte um 2 Prozent und mindestens 50 Euro.

Gerechtigkeit: Die Eingruppierungen der Beschäftigten werden bis nächstes Jahr überprüft. Wer zu niedrig eingruppiert ist, erhält dann den Unterschied zur richtigen Entgeltgruppe rückwirkend ausbezahlt.

Altersteilzeit: Das Unternehmen stockt ab 2020 den Demographie-Betrag um 100 Euro auf. Dieser ermöglicht den Beschäftigten, über eine Altersteilzeitregelung aus dem aktiven Berufsleben auszuscheiden

Bonus für IG Metall-Mitglieder: Selbst wenn Staedtler den Tarifvertrag allen Beschäftigten gönnt, haben IG Metall-Mitglieder jetzt noch mehr als einen wirklichen Rechtsanspruch auf die Leistungen. Sie können künftig während der Arbeitszeit bezahlt an einer Mitgliederversammlung der IG Metall teilnehmen. Ebenso gelten auch die Sitzungen der betrieblichen Tarifkommission als bezahlte Arbeitszeit.

Die Staedtler-Tarifkommission hat dem neuen Haustarif zugestimmt. Staedtler hat drei Standorte in Nürnberg, Sugenheim und Neumarkt in der Oberpfalz mit zusammen rund 1.300 Beschäftigten