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Pressemitteilung der IG Metall Regensburg

Personalabbau bei Osram OS – IG Metall sieht Managementfehler

24.01.2019 I (Regensburg, 24. Januar 2019) – Bei Osram OS sollen hunderte von Arbeitsplätze abgebaut werden. IG Metall und Betriebsrat stehen aktuell in Verhandlungen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Falsche Markteinschätzungen und nicht abgesicherte Produktentwicklungen des Managements haben das Unternehmen in schwieriges Fahrwasser gebracht, kritisiert die IG Metall und teilt die Enttäuschung und Wut der Belegschaft, die dafür nun die Zeche zahlen soll.

„Bei aller verständlichen Kritik geht es jetzt darum, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Olga Redda, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg und zuständig für Osram. Die IG Metall hat die Verhandlungen mit dem Unternehmen bereits aufgenommen und erste Erfolge erzielt. So wird die Wahloption „Zeit statt Geld“ aus dem letzten Tarifabschluss auf die gesamte Belegschaft ausgedehnt und bestehende 40-Stunden-Verträge auf 35-Stunden zurückgeführt. Das sichert ca. 150 Arbeitsplätze.

Auch das Freiwilligenprogramm, in dessen Rahmen Beschäftigte mit Abfindung ausscheiden können, findet die Zustimmung von Betriebsrat und IG Metall.

„Auch wenn uns der Weggang jedes einzelnen Kollegen im Rahmen des Freiwilligenprogramms schmerzt geht es uns um die Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen“, stellt die Betriebsratsvorsitzende Irene Weininger fest. Weitere Maßnahmen wie z.B. die Ausweitung der Altersteilzeit, die Absenkung der Arbeitszeit oder die Einführung von Kurzarbeit sind Forderungen von Betriebsrat und IG Metall.

Keine ad-hoc-Entscheidungen!

„Wir prüfen ausgiebig die Situation, die wirtschaftlichen Rahmendaten und alle Prognosen, um in den Verhandlungen eine solide Datenlage zu haben. Nur so können wir kluge Entscheidungen im Sinne der Beschäftigten treffen“, meint Olga Redda. „Schließlich werden wir nicht zulassen, dass die Kolleginnen und Kollegen für die Fehler des Managements mit ihren Arbeitsplätzen zahlen müssen!“

Kontakt für Nachfragen:

Olga Redda

mobil: 0160-533 1741