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Frauentag: Flashmob für Lohngerechtigkeit

Das Frauenteam der IG Metall rief am Vorabend des internationalen Frauentags zu einem Flashmob auf. Am 07. März kamen schließlich an die 40 Frauen auf den Neupfarrplatz und demonstrierten für Lohngerechtigkeit.

Denn nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 21% weniger als Männer. Dies deshalb, weil typische Frauenberufe schlechter bewertet werden als typische Männerberufe. Weil Frauen - oft nach der Babypause - häufig ungewollt in Teilzeit arbeiten oder im Niedriglohnsektor. In den tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie ist immerhin eine Gefahr gebannt: direkte Entgeltdiskriminierung kommt so gut wie nicht vor. Unsere Tarifverträge und die darin beschriebenen Entgeltsysteme setzen klare und transparente Regeln, welche Leistung wie entlohnt wird. Betriebliche Mitbestimmung und gewerkschaftliches Engagement lohnen sich also!

Zu tun gibt es aber an anderer Stelle: Flexible Arbeitszeitregelungen, vor allem im Schichtsystem, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, müssen weiter ausgebaut werden. Die Frauen forderten außerdem ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, um der Teilzeitfalle ein Ende zu setzen. Auch was die Karrierechancen von Frauen anbelangt, gibt es noch Hürden. Frauen werden seltener befördert und finden sich seltener in Führungspositionen wieder. Sie stoßen an die sogenannte “gläserne Decke”. Damit ist gemeint, dass nach wie vor traditionelle Rollenzuschreibungen (“Frauen machen irgendwann eh Familienpause, Männer müssen für den Unterhalt sorgen”), aber auch Vorurteile den Weg nach oben verbauen. Auf dem Neupfarrplatz versammelten sich die Frauen deshalb mit durchsichtigen Schirmen, die diese unsichtbaren Barrieren symbolisierten - und entsorgten diese schließlich.